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Ein Projekt der BBS Johannes-Selenka-Schulein Kooperation mit dem Opferhilfebüro Braunschweig.Anlässlich des 10 jährigen Jubiläums der Stiftung Opfer

Für das neue Schuljahr stehen die Anmelde - und Beratungstermine fest.

Diese finden sie hier.

Über Johannes Jakob Selenka

Geboren 25. 6. 1801 in Hochheim am Main, gestorben am 14. 5.1871 in Braunschweig. Buchbindermeister, Interessenvertreter des Handwerks im Revolutionsjahr 1848. Johannes Selenka ist Inhaber einer Buchbinderwerkstatt in Braunschweig, im Revolutionsjahr 1848 nimmt er als Delegierter des Braunschweiger Handwerks an den Handwerkskongressen in Hamburg und Frankfurt/M. teil. Dort arbeitet er maßgeblich am Entwurf einer Handwerks- und Gewerbeordnung mit.

Dieser Entwurf sollte dem Handwerk maßgeblich in der beginnenden Industrialisierung Schutz vor Verarmung und schrankenloser Gewerbefreiheit gewähren. Anfang November 1848 wird er zum Präsidenten des ersten Braunschweiger Handwerkerkongresses in Wolfenbüttel gewählt und lässt für das Braunschweiger Staatsministerium einen eigenen Entwurf einer Handwerker- und Gewerbeordnung beschließen.  

Seit 1846 gehört er dem Vorstand des Braunschweiger Gewerbevereins an. Hier setzt er sich nachdrücklich für die Fortbildung des Nachwuchses ein und in diesem Zusammenhang engagiert er sich sehr für die Zeichenschule des Gewerbevereins, einer Fortbildungsstätte für junge Handwerker. Die Gründung dieser Einrichtung ist ein großer Fortschritt, da es zu dieser Zeit im Herzogtum Braunschweig an jedweder Form einer schulischen Ausbildung für Handwerker fehlt.  

Im Oktober 1855 wird das Zeicheninstitut mit Beschluss des Gewerberates der Stadt Braunschweig in die Handwerker- und Fortbildungsschule umgewandelt.   Aus dieser Handwerker- und Fortbildungsschule sind letztlich unsere Schule und darauf folgend, die meisten staatlichen Braunschweiger Berufsschulen hervorgegangen.

Seit August 2005 trägt die ehemalige »BBS I« den Namen »Johannes-Selenka-Schule«. Im Oktober 2005 begeht die Johannes-Selenka-Schule anlässlich der Gründung der Handwerker- und Fortbildungsschule ihre 150 Jahre Feier.

Als Nachfolgerin der Handwerker und Fortbildungsschule von 1855 mit einer Fachoberschule Gestaltung, von der so mancher Schüler später auf die HBK geht und mit ihrer Buchdruckerabteilung, betrachtet sich diese Schule als  Weiterentwicklung der Ideen Selenkas.